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Sonntag, 22. Dezember 2013

Von Spiritus.sanctus@ nach Kempten und zurück

Liebe LeserInnen,
kreuz und quer geht die Reise durch die Weihnachtszeit von 
- zum Hubschrauber, der unermüdlich im Einsatz seine Runden dreht
und bis zur
-  „Geht es noch“-Mamsell,
- ‚Bahnfreuden mit Herrn K.’,
und zum
- ‚Münchner Zuckerl-Kiosk’


Wenn Sie reisen, finden Sie ein riesiges Angebot an Unterhaltung wie im Web 2.0 oder bei den Jesuiten und Jesuitinnen für Ihre Weiterbildung (8).
Zeit zum Reisen nehmen sich Ordensleute immer.

Social Media Manager reisen auch nicht nur im Web 2.0 herum.
Maria und Josef würden heute nicht nur auf einem Esel reiten. Wahrscheinlich wäre Maria in heutiger Zeit eine Social Media Manager-Maria. Mehr dazu finden Sie unter Spiritus.sanctus@icloud.com (2)

Reisen Sie gerne in der Weihnachszeit?

Gerne und häufig fahre ich von Großkarolinenfeld nach München und weiter nach Kempten. (Mehr dazu finden Sie unter Link 4 'Nach Kempten als Trittbrettfahrer?')

Kempten ist ein idealer Ausgangspunkt für allerlei Unternehmungen.
Ich spaziere gerne durch die Stadt. Es gibt wunderschöne Wege zum Marienberg hinauf, nach Buchenberg und Eschach oder an der Iller entlang.

"Wenn du sehen willst, wie du dich verändert hast, dann wandere an Orten, die sich nicht veränderten." (frei nach Nelson Mandela)
In Kempten und Umgebung sind alte Gebäude erhalten geblieben und die Natur ist bei den Bergbauern in Ordnung - Winter wie Sommer und bei Schnee und Sonnenschein.

Der Hubschrauber dreht in der Ski-Saison unermüdlich seine Runden für alle komplizierten Vorfälle.
Wegen komplizierter Knochenbrüche bei Schnee und Glätte rund um Kempten ist momentan Hochbetrieb für den Hubschrauber. Unentwegt landet er auf dem Dach des Kemptener Klinikums.

Hubschrauber über den Dächern des Klinikums Kempten

Es lohnt sich, das Kemptener Krankenhaus zu besichtigen.
Blitzsauber, durchorganisiert und ausgestattet mit freundlich fleißig schaffenden Mitarbeitern - wie Allgäuer eben sind - ist dieses Klinikum. Es handelt sich um ein Krankenhaus der Versorgungsstufe II und gleichzeitig um ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm (siehe Link 6).

Die Aussicht aus den Krankenzimmern ist eine wahre Freude. 
Ich fotografierte aus dem Fenster einer Patientin auf der Station für Palliativmedizin und wünschte, man könnte dem Krebs einen Flug oder einen Zug ins Nirgendwo anbieten (siehe Link 7).
  

Blick aus einem Fenster im Klinikum Kempten

Gelangten Sie schon einmal kniend in einen Zug?
Am Morgen können Sie bereits von Rosenheim nach München in einem mit allen technischen Raffinessen ausgestattetem Zug unterwegs sein.
So ein Zug fuhr für den komfortablen Einstieg eine Plattform aus - allerdings in Fehlstellung - und so sprangen sportliche junge Leute nach oben und ältere knieten sich auf das Trittbrett und kletterten dann nach oben in den Zug. Natürlich kam eine Entschuldigung durch den Lautsprecher. Da verzeiht man doch gern.

München ist in der Weihnachtszeit zum Naschen da.
Viel Naschwerk mit Lebkuchen-Gewürz wird im Münchner Hauptbahnhof – dem 'Münchner Zuckerl-Kiosk' - angeboten!
Zum Riechen schön ist es momentan im Hauptbahnhof und richtig gemütlich, wenn nicht gerade Leute vor lauter Gerenne zum Zug zusammenstoßen.



Münchner Zuckerl-Kiosk im Hauptbahnhof München
Eine „Geht es noch“-Mamsell geriet am Hauptbahnhof etwas aus den Fugen.
Diese junge hektische und egozentrische 'Mamsell' (1) eilte zu ihrem Zug und schrie eine ältere Dame an, die in entgegengesetzte Richtung zu ihrem Zug lief:
"Geht es noch!"

Hat nicht der / die Ältere Vortritt?
In diesem Fall handelte es sich auch nicht um 'rechts vor links'.
Die junge Dame geriet auf die linke Spur - wie beim Linksverkehr. Sie wollte aber nach rechts.

Pech!
Schade für die ältere Dame.
Die ältere Lady verpasste nämlich den Zug am Abend für die Heimreise um eine Minute.

Bahnfahrten verlangen den Usern Flexibilität ab.
Ja, was tun? Beim Zuckerbäcker naschen?
Den Münchner Christkindlmarkt besuchen?

Weihnachtswünsche aus dem Münchner Zuckerl-Kiosk im Hauptbahnhof München
Am Abend ging es dann verspätet, aber vergnügt zurück nach Großkarolinenfeld.
"Bitte links einsteigen!"
Am Holzkirchener Bahnhof in München stand Herr Christian K. - ein überaus freundlicher Angestellter der Bahn - am Bahnsteig und erklärte jedem Reisenden, dass er in den Zug in Richtung Salzburg links vom Gleis und nicht rechts einsteigen sollte.

Wer kennt schon links und rechts auseinander? 
Damit es zu keinem rechtsseitigen Fehl-Einstieg kommen konnte, stand Herr Christian K. auf der rechten Seite des Gleises, das heißt links vom Zug. 
Für einen Mediziner ist das - anatomisch betrachtet - kein Problem, sondern wie linker Arm und rechter Arm. Ein Mediziner - von Angesicht zu Angesicht mit der Lokomotive stehend - fühlt sich spontan in den Körper des Gegenübers ein. Er erkennt sofort, dass er in die rechte Zughälfte einsteigen muss.

Merke: Samstag und Sonntag nach Großkarolinenfeld mit Zug in Richtung Salzburg!
Ebenfalls erhielt der Reisende die Information, dass er am Samstag und Sonntag in Richtung Salzburg fahren könne und der Zug in Großkarolinenfeld ausnahmsweise an diesen Tagen halten würde.

Wochentags in Richtung Kufstein fahren!
Wochentags - falls man nach Großkarolinenfeld möchte - habe man den Zug in Richtung Kufstein zu nehmen.
Nur dieser hält wochentags in Großkarolinenfeld.
Das ist leicht zu merken.
K wie Karolinenfeld
und
K wie Kufstein.

Herr Christian K. im Einsatz am Holzkirchener Bahnhof in München

Das ist eine eindeutige Ansage!
Ein Dankeschön geht an Herrn Christian K. für seine präzisen und freundlichen Erklärungen.
Das war ein Gespräch von Mensch zu Mensch. Mehr zu Herrn K. und dem spontanen und ungezwungenem Gespräch findet man unter Link 5 zu 'Bahnfreuden mit Herrn K.'

Ein lockerer flexibler Bahnfreuden-Service mit engagierten Mitarbeitern - wie Herrn K. - wurde von Meridian eingerichtet - wie schön!

Wenn da nicht die Mitreisenden wären!
Das Benehmen einiger Reisenden ließ zu wünschen übrig. Es roch bedenklich nach Bier, Schnaps und Glühwein in den Zügen.

Liebe LeserInnen,
wenn sich der Zug allmählich leert und sich die Alkoholgerüche entfernen, dann findet man die Muse Spiritus.sanctus@icloud.com anzuwählen
und
Jesus und Maria zur bevorstehenden Geburt des Christkindes zu gratulieren.
Jesus von Nazareth anzuklicken (siehe Link 2), empfehle ich erst nach Weihnachten.
Vielleicht klicken Sie auch mich an?  
Schon im Voraus vielen Dank für Ihre Kommentare

Ich wünsche allen LeserInnen eine entspannte Winterzeit.
Vielleicht genießen Sie eine Winterreise?
Gibt es bei Ihnen Entenbraten zum Fest?
Ich esse lieber vegetarisch und fahre mit meiner französischen Citroen-Ente (2 CV) ins Gebirge (siehe Link 3), wenn Zugverbindungen auf bestimmten Strecken problematisch sein könnten. 
Das ist natürlich in Kempten nicht der Fall (siehe Link 3).

Kempten Hauptbahnhof


Dr. med. Anne Zehentbauer Creative Commons Lizenzvertrag  
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(1) Mamsell
(3) Immer wieder Ente!
(4) Nach Kempten als Trittbrettfahrer?
(5) Bahnfreuden mit Herrn Christian K.
(6) Noteinsatz im Klinikum Kempten

(7) Flug ins Nirgendwo

Samstag, 14. Dezember 2013

Wach für ein sinnvolles Leben


"Schau mir in die Augen, Kleiner!"
... “If only for a second....” (5)

Liebe LeserInnen,
mögen Sie die Frage lieber in dem folgenden Stil?
"Here’s looking at you.“

Ob wir einen der Sätze locker - bald oder irgendwann - zum Krebs sagen können und der Krebs wieder verschwindet? „Schau mir in die Augen, Cancer!!!“

"Schau mir in die Augen, Kleines!"
Dieser angebliche Ausspruch (1, 2, 3) von Humphrey Bogart als Cafe-Besitzer Rick Blaine im Kultfilm „Casablanca“ beruht auf einem Übersetzungsfehler.

Rick Blaine sagt zu Lisa:
„Here’s looking at you, kid. Here’s looking at you."

Ein wenig möchte ich meinen LeserInnen in die Augen sehen und sie wachrütteln.
Deshalb weise ich auf die folgende Beobachtung hin: 
Krebs macht wach für das Leben!

Krebs macht wach und wachsam (4).
Es enstehen Hochphasen während und nach dieser Zeit (6).
Das Leben wird kostbar.
Warum weiß man das erst so spät, dass das Leben schön ist und einen Sinn hat?

Das Leben ist zum Genießen da und für die Kreativität geschaffen.
Zusätzlich sollte jeder ein waches Auge auf die Gesundheit werfen (7).

Krebs macht wach und wachsam.
Es enstehen Hochphasen 
Das Leben wird kostbar.Sie geraten in Schreib-Flow mit der Schreibmaschine schon am frühen Morgen. 
    
Liebe LeserInnen,
mehr vom Krebs schreibe ich heute nicht. 
Etwas anderes interessiert mich.
Haben Sie schon das Gerät auf dem Tisch im Hintergrund bestaunt?

Es handelt sich um eine Schreibmaschine.

Kürzlich hatte ein Gast den Ton beim schnellen Tippen gehört und geglaubt, es handle sich um eine Küchenmaschine.

Mit einer Schreibmaschine war er noch in keinem Büro konfrontiert worden. Er hatte noch nie zuvor eine gehört und auch noch nie eine gesehen.

Schreibmaschinen sind hilfreich.
Schnell lässt sich ein Formblatt ausfüllen oder eine Adresse auf ein Briefkuvert tippen.

Ich liebe diese Schreibmaschine heiß und innig.
Sie gibt nie den Geist auf. Sie ist ein Seelchen.

Ohne Elektrizität wäre sie mir noch lieber.
Ich schreibe sehr schnell und ungezügelt, was mir in den Sinn kommt.
Beim Computer und der elektrischen Schreibmaschine muss ich mich etwas abbremsen und noch mehr beim iPad und dem Smartphone.

Apple und Android sind mir zwar lieb und teuer, aber gestern im Zug - auf meiner Fahrt von München nach Kempten - hätte ich beide am liebsten aus dem fahrenden Zug geworfen.

Mein Max würde weder meinem Smartphone noch meinem iPad etwas antun.
Moritz ist da anderer Meinung.

Hören Sie selbst, liebe LeserInnen:

Moritz denkt, "Oh Schreck, ich glaub mein iPad ist jetzt weg!"
Max und Moritz
bald im Hofe, bald im Garten
denken sie so hin und her,
was denn wohl das beste wär'...

Moritz denkt, "Oh Schreck,
ich glaub mein iPad ist jetzt weg!"
Klicken, das ist angenehmer
und dazu noch viel bequemer...

Ach, der Max hat's,
ha, ich weiß,
was ist das doch für ein Sch...

Mensch, der Max, der Idiot,
haut und trampelt alles tot.
Guckste wohl! Jetzt ist’s vorbei
mit der iPad-Klickerei.

Erschöpft braucht Max nun eine Pause.
















Vom Einkauf kommt Max angelaufen
Das ist ja schon zum Haareraufen.
In einer Schlange stand er an,
sich vorgedrängt hat mancher Mann.

Vor Frust das iPad zu zertrümmern,
das würd’ ihn selbst zu sehr bekümmern.
Erschöpft braucht Max nun eine Pause.
„Moritz komm’, es gibt ne Jause!“

Das iPad von Apple und das Android-Smartphone waren gestern im Zug für mich geradezu eine Folter.

Bayern-Ticket erster Klasse hatte ich mir gegönnt, um in Ruhe tippen und klicken zu können. Ein Tippfehler nach dem anderen entstand.

Heute bin ich am Verbessern von Tippfehlern per einigermaßen normal funktionierendem PC, wenn er nicht gerade unerwartet abstürzt.

Zwischendurch whats-appte ich im Zug mit meinem Smartphone. Dabei geriet ich mit und ohne Spracherkennung ins Stottern.

Ganz besorgt schrieb ein Freund zurück, ob ich denn eine gute Reise hätte. Ich schickte ihm ein Bild vom Nebel bei der Abfahrt vom Hauptbahnhof München. Vertippen wollte ich mich nicht mehr.

Bahnfahrt von München Hauptbahnhof über München-Pasing nach Kempten mit dem Bayern Ticket erster Klasse bei Nebel.
Am nächsten Wochenende, wenn ich nicht nochmals schnell verreise, wird mich dieser besorgte Freund besuchen.
JavaScript wollen wir üben. Dabei hilft es wenig, wenn er mich schräg ansieht und verlangt „Schau mir in die Augen, Kleine!“

Liebe LeserInnen,
bis demnächst wieder und bleiben Sie mir gesund.

Herzliche Grüße aus dem Filzenhäusel
Ihre
Anna Decemana

PS: Lassen Sie sich nicht erst durch eine Krankheit wach rütteln. 
Wissen macht auch wach - zum Beispiel eine Karriere über ein Fernstudium.
Sie kommen dabei in Flow.

Bilden Sie sich on- und offline weiter.

Digitale Bildung ist, wenn Sie Ihr iPad nicht an die Wand werfen. 
Dr. med. Anne Zehentbauer Creative Commons Lizenzvertrag  
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#Schreibmaschine #Bahnreise #Bayernticket  #Kempten #München_Hauptbahnhof #München_Pasing #Max_und_Moritz #Wilhelm_Busch #E_learning #iPad #Digitale_Bildung
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Quellen:
(1) Casablanca
(2) Kultfilm Casablanca
(3) Kultfilm Casablanca
(4) Krebs macht wach für das Leben
(5) Schöne Augenblicke ohne Sorgen / If only for a second...
(6) Die Euphorie der letzten Woche / ES – IST – VOLLBRACHT!!! Die letzte Chemo....
(7) "Here's looking at you, Cancer"

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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Das On- und Offline-Zünglein an der Waage für die Interessensbalance zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit und die Psychotherapie

Veränderung setzt voraus, veränderbar zu  sein.

Wer psychotherapeutische Gespräche sucht, der sollte eine gewisse Sensibilisierung für sich selbst und für andere besitzen.

Keiner darf glauben, dass der Partner oder die Umgebung pflegeleichter werden müssen.

Wir selbst sollten mehr Altruismus pflegen, auf unsere Mitmenschen zugehen - uns online und offline austauschen -  und uns gegenseitig helfen und mit unserer Erfahrung unterstützen (Link 2 – 4).


Neun von zehn Briten zeigen selten einen Akt von Hilfsbereitschaft (siehe Studie, Link 1).

Das spricht für eine gewisse Hilflosigkeit im Miteinander.


Verschwindet die gegenseitige Fürsorge überall?
Altruistische Verhaltensweisen sind nicht ausgestorben.
Wir erleben sogar einen ‚every day digital altruism’ (6).
- Da klicken Menschen Stiftungen an und spenden.
- Da existierten kreative digitale Altruisten, die Websites gestalten, um Projekte für Hilfesuchende zu unterstützen.
- Da wird produziert und gestaltet für ’greater good’ (6).

Wir erleben Altruismus bei Menschen, Tieren und Pflanzen, z. B. bei Bakterien (7).
Altruismus im übertragenen Sinne - nämlich als Regulationsprinzip – kommt sogar im Kleinen als ‚prosoziales biologisches Verhalten’ vor.
Beim programmierten Zelltod sehen gewisse Zellen in unserem Körper ein, dass sie sterben müssen. Ihr Weiterleben würde zu Krankheiten führen. Beschädigte Zellen könnten sich zum Beispiel zu Krebszellen umwandeln.  

 

Nichtbeachtung und nicht beachtet zu werden machen krank.


Das Zünglein an der Waage für die Interessensbalance zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit (Altruismus) muss ein Mittelmaß finden.

Die Liebe gehört in beide Waagschalen gleichermaßen.  

Auf der einen Seite fällt die

Liebe zu sich selbst ins Gewicht

und auf der anderen Seite

die zu den Mitmenschen.

 

Heraus aus der lieblosen Dysbalance!

Niemals darf auf einer Seite ein Arm einer Balancewaage bis zum Anschlag auf das Maximum herunterfallen.

Sie wissen selbst aus Ihrer Kindheit, wie weh das tut, wenn zum Beispiel von einer Balkenschaukel ein Partner unerwartet absteigt und Sie selbst - zuvor noch hoch oben – auf den Boden knallen.


Sich von rüde verhaltenden Mitmenschen zu distanzieren oder aus einem menschlich unterkühlten Isolationsloch zu klettern und wieder hin zu einer wärmenden Gemeinschaft zu finden, gelingt vielleicht mithilfe von psychotherapeutischen Gesprächen.


Auf alle Fälle spielen sich Veränderung und Gemeinsinn nicht nur im Kopf ab.

Liebe – also die passende Ingredienz – ist  Voraussetzung bzw. das Rezept für das Gelingen von Beziehung.

Das gilt für die Partnerschaft und für größere und große Gemeinschaften genauso wie für das Kochen. 


Dem Denken und dem Verlangen nach Beziehung muss die Praxis folgen. 

Niemand lernt Kochen dadurch, dass er im Kochbuch blättert. 


Niemand lernt Kochen dadurch, dass er im Kochbuch blättert. Wer beim Kochen auf die heiße Herdplatte fasst, der weiß wovon er seine Finger lassen muss. 


Das Experiment und die Erfahrung führen zu Verhaltensänderungen. 

Wer beim Kochen auf die heiße Herdplatte fasst, der weiß wovon er seine Finger lassen muss.
Das Experiment und die Erfahrung führen zur Verhaltensänderung, zur gewünschten partnerschaftlichen Beziehung und / oder zu einem leckeren Gericht.  

Einfache Dinge -  wie Gespräche – können große Veränderungen bewirken. 

Psychotherapeutische Gespräche sind off- und online möglich.

Ein akut Hilfesuchender wird einen Psychotherapeuten in seiner Nähe aufsuchen.  

Ein noch etwas zögerlicher Ratsuchender kann sich als Zuschauer (Lurker) im Internet vorerst betätigen und entsprechende Beiträge bei Social Media - zum Beispiel bei Facebook oder Google plus - lesen.

Vielleicht ist der nächste Schritt ein Like oder ein Plus?

Ein anderer interessiert sich mehr für Lernvideos zu speziellen Themen bei YouTube (2 – 4). Er findet dort Rat.

Weitere Interessierte suchen bei Communities  Antworten auf ihre speziellen Anliegen.

Irgendwann wird dem etwas skeptischen User sogar ein  vorsichtiges Kommentieren möglich und ein gegenseitiges Fördern und Sammeln von Ideen?  Leiden macht schließlich Denken und gleichzeitig erfinderisch. 

Vielleicht gründet der eine oder andere User sogar eine eigene Selbsthilfegruppe oder erstellt Videos (2 – 4) zu einem speziellen Thema? 

Das Internet ist als Selbsthilfe-Netzwerk zu betrachten.
Werden sich seine Benützer zur altruistischen Schwarmintelligenz entwickeln?    
Im Netz ist vieles möglich.
Jeder User ist gleichzeitig Sender und Empfänger.
Der User als Sender sorgt – als reale und unter normalen Umständen nicht zu verbiegende Person mit einer bestimmten Absicht (mens auctoris, siehe Link 9)  -  für digitalisierte Inhalte und für virale Effekte zugunsten der Allgemeinheit.
  
So ein User könnte natürlich sehr wohl verbogen werden.
Laut Jean-Paul Sartre kann das verbogene Sein 'sogar für eine sehr große Zahl von Personen der normale Aspekt des Lebens sein.' Ursache wäre die ‚sogenannte komplizenhafte Reflexion’ (7).

Jeder - auch der komplizenhaft Reflektierende - ist zu ermutigen, seinen Altruismus im Sinne von prosozialem Verhalten (6, 7) - online und offline - auszuleben, bzw. wieder zu entdecken. Ein Mitläufer könnte dabei heraus aus der Herde von Komplizen finden.   

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Sich selbst helfen, dem nächsten helfen, Selbsthilfegruppe on- oder offline oder doch eine Psychotherapie mit Einzelgesprächen beim Psychotherapeuten? 
Erfolgreiche Psychotherapie?
Was bringt der Psychotherapie-User an förderlichen Eigenschaften mit?

1. Verantwortlichkeit und Verpflichtung
Wer sich auf irgendeine Art von Arbeit an sich selbst (Psychotherapie oder Coaching, Link 5) einlässt, sollte
- die Verantwortung für sich selbst übernehmen
 und auch
- die Verpflichtung, sich zum Besseren zu verändern.

2. Kritisches Denken, Aufnahmefähigkeit und Akzeptanz  
„Mein Partner begleitet meine Ziele nicht.“
Das interessiert nicht besonders.
Kritik an sich selbst (8) und Reflexionen sind von wesentlich größerem Interesse.
Aufnahmefähigkeit - mit Ohr und Auge - ist wichtig.
Ein offenes Ohr für Kritik und Akzeptanz von unangenehmer Rückmeldung während der psychotherapeutischen Gespräche sollte der Ratsuchende mitbringen. 

3. Bewusstheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit
Bewusstheit und Ehrlichkeit sind förderliche Eigenschaften für Verhaltensänderungen.
Während einer Psychotherapie öffnen wir uns unserer problematischen Lage.
Wir erörtern, was da wirklich bei uns vor sich geht.

4. Rhythmus, Wärme und Beständigkeit (Konstanz)
Der Weg zur Veränderung ist anstrengend wie eine Pilgerreise. Eine Pilgerreise ist ein Tanzboden des Ausprobierens. Auf den  Wegstrecken entsteht ein kontinuierlicher Ablauf in einem bestimmten Rhythmus.

Auf dem vorgegebenen Pilgerweg  gibt und erhält der Pilger Wärme und erlebt Beständigkeit und Rituale.

Dabei ist es ziemlich egal, ob es sich um den Gang nach Mekka, nach Santiago de Compostela, ins Internet oder zum Psychotherapeuten handelt.

5. Flexibilität, Ichstärke, Beharrlichkeit, Konsequenz (konsequentes Handeln)
Flexibiltät – manchmal auch Akrobatik – und Ichstärke werden abverlangt. Nur nicht umkippen und aufgeben! Beharrlich den Weg verfolgen!
Werteorientiertes, konsequentes, altruistisches Handeln  - also auch gelegentlich zum eigenen Nachteil, aber für das Gemeinwohl – sind vorhandene oder zu erwerbende Fähigkeiten.  

Wenn Sie schon eine Pilgerreise hinter sich haben, dann kennen Sie das eigene Leid und das der Mitpilger während der Wanderung.
Ihre Wasserflasche ist schon halb leer, aber ein Mitpilger ist am Verdursten.   
Pilger leiden an riesigen Blasen an den Füßen und kollabieren bei Hitze.
Die Beurteilung der Lage und rasche selbstlose Hilfe sind da angezeigt.
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Welche Eigenschaften hat der Therapeut?     

Er besitzt Eigenschaften wie der Hilfesuchende.
Er kennt selbst das Leid des Pilgerreisenden.
Auch ein Therapeut kann sich im Urwald der Gefühle verirren.

Der Unterschied zum Hilfesuchenden dürfte darin bestehen, dass der Therapeut mehr Theorie und Praxis über lange Zeit darüber erwerben konnte, wie man aus Orientierungslosigkeit, Irrung und Verwirrung möglichst rasch wieder einigermaßen herausfindet.
Sensibel und tragfähig 
Ähnlich tragfähig und sensibel wie ein Elefant  - nur weniger nachtragend - sollte der Therapeut während seiner vielen partnerschaftlich verlaufenden Reisen als langjähriger ‚Reisebegleiter’ geworden sein.      
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Am Pilgertisch und bei einem therapeutischen Gespräch ist das Geben nicht seliger als das Nehmen.
Beides kann großartig sein.
Bei den Treffen am improvisierten off- oder online vorhandenen Pilgertisch des Teilens  (oder am Tisch des Psychotherapeuten) herrscht Aufrichtigkeit und Authentizität. Negative Seiten werden von keiner Seite verleugnet.
Bei diesen Gesprächen sind die Ingredienzen stimmig.
Es duftet nach Echtheit.  

Am Pilgertisch des Teilens 
Der Hilfesuchende wird sich gerne an so eine mit allen Wassern gewaschene Pilgerreise erinnern.
Die konstruktiven Gespräche und neu erworbenen Perspektiven während einer Pilgerreise (vielleicht während einer im übertragenen Sinne ‚psychotherapeutischen Pilgerreise’) lernt jeder ‚Pilger’ schätzen.

Sind wir nicht alle 'Pilger'?
Als 'Pilger' werden wir, nach zahlreichen erfreulichen Ereignissen bereichert,  darauf bestehen, dass wir  – im Sinne von Sartres Forderung – „wirklich und wahrhaftig wir selbst sein müssen“. (7)

Vielleicht kommt – im Lauf des Lebens oder nach einer erfolgreichen Psychotherapie - als Sahnehäubchen noch etwas mehr Flexibilität und Kreativität obendrauf?
                                                      -----------------
Dr. med. Anne Zehentbauer Creative Commons Lizenzvertrag  
                                                      
http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

                                                      -----------------
Quellenangaben:
(1) Nine in 10 Britons rarely perform a simple act of kindness

(1)  http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/10489732/Nine-in-10-Britons-rarely-perform-a-simple-act-of-kindness.html

(2)

(2) http://www.bimsev.de/n/userfiles/downloads/gute-lernvideos.pdf

(3) Bildung und Bildungsresourcen bei Bims

(3) http://www.bimsev.de/n/

(4) Selbermachen von Videos

(4) http://www.ununi.tv/de/content/was-sind-gute-erkl%C3%A4rvideos-und-wie-werden-sie-gemacht-ein-gespr%C3%A4ch-mit-sandra-sch%C3%B6n

(5) Are you coachable

(5) http://feedly.com/e/RG5vsDO4?utm_content=buffer26104&utm_source=buffer&utm_medium=twitter&utm_campaign=Buffer

(6) Altruismus im digitalen Zeitalter

Immer mehr digitale Plattformen ermutigen uns, unsere selbstlose Seite online auszuleben.
(6a) http://techland.time.com/2013/12/02/altruism-in-the-digital-age/#ixzz2mPp84BMg

(6) http://techland.time.com/2013/12/02/altruism-in-the-digital-age/#ixzz2mMcq1bPc

(7) Altruismus

(7) http://de.wikipedia.org/wiki/Altruismus

(8) Kritik
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