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Freitag, 19. Februar 2016

Neues Dada als radikale Kunstform des Veränderns!

Dadada - aha! Da, da, da - aha! 
Zuviel Nerv, aha!
Da, da, da - aha!
Gaukeln und schaukeln,
aha!
Da, da, da - aha!
Selbstironie - spontan, mystisch, chaotisch,
aha!
Da, da, da - aha!
Wo bleibt das Humane?
Ich mag nicht,
er mag nicht,
aha!
Da, da, da - aha!

#Dadaismus - da, da, da braucht es Kunst und Verstand!
Da kann man etwas mit Sprache machen.
Das Denken muss nicht zum Pinkeln werden in der Kunst!
D
adaismus versucht Leben und Kunst zu vereinen!

Das Lautgedicht kommt aus der Religion.
Das Lautgedicht ist eine Ausdrucksweise, was Emotion betrifft.
Das Lautgedicht - was den Klang betrifft - bekommt in Zaubersprüchen etwas Klangmagisches.
Morgenstern praktizierte das Lautgedicht auf seine eigene Weise.  
Im Lautgedicht kommen Klänge zustande, die wir mit unseren synästhetischen Fähigkeiten zu Worten formen und ihnen Sinn und vielleicht sogar Farbe geben.   




Foto: Synesthesic letter-line - Synästhesie – Wikipedia 
Das Alphabet in der individuellen Wahrnehmung einer Synästhetin: 
Zu jedem Buchstaben gehört neben seiner Farbe auch noch eine ganz bestimmte Position im Raum. 
Kelley - originally posted to Flickr as synesthesic letter-line 
Checked copyright icon.svg Mit Hilfe von Flickr upload bot durch Kersti Nebelsiek hierher übertragen. 
Lizenz: Namensnennung CC BY 2.0
https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

Synästhesien sind keine Halluzinationen.
Wenn einem Synästheten zum Beispiel ein bestimmter Ton wie eine leuchtend orange Lampe vorkommt, dann ist ihm klar, dass in der Realität keine orange Lampe da ist.

Ein Synästhet projiziert auch synästhetische Farben auf gedruckte Buchstaben und kann dabei auch erkennen, um welche Sprache es sich wohl handelt. Er weiß gleichzeitig, dass sein Gehirn die synästhetischen Farbschattierungen produziert. 
Wenn sich ein Synästhet eine Zahl als farbiges Bild vorstellt, lässt sich dies ein Stück weit mit anderen visuellen Gedanken vergleichen – er betreibt Mathematik auf seine Weise.


Feier des Irrationalen, das Ich in dieser Welt finden und die Welt verändern!
Es beginnt die Suche nach dem unmittelbaren Zugang zur Wirklichkeit in der Ursprache: "
Da, da, da!"
Der Dadaismus führt heraus aus dem Schrebergarten und führt in den Urwald der Formen.
Der Dadaismus findet in der Entfremdung seine Haltung , um dieser neuen Welt eine Stimme zu geben.
Vor allem Flüchtlinge versuchen in dieser alles schluckenden Welt eine ursprünglichere Heimat zu schaffen, der Welt eine Stimme zu geben und das Individuelle und dem Emotionalen zum Durchbruch zu helfen. 
Do, das, dat.
Ich gebe, du gibst, er gibt: 
Ich mag, ahaDadada - aha

Wird es ein neues Dada geben als radikale Kunstform des Veränderns?
Raoul Schrott: "Wie Dada heute aussehen könnte, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass der Ausdruck des Menschlichen in seiner Offenheit, in seiner Lächerlichkeit auch etwas ist, das verunsichert, das gleichzeitig aber marginal bleiben wird." (5)

Der Narr und das Kind verinnerlichen noch etwas von ursprünglicher Reinheit!'
D
a, da, da wird noch Reinheit gefordert. 
Dadada - aha
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Bericht: Anna Maria Zehentbauer

Creative Commons Lizenzvertrag

http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/
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Quellenangaben: 
(1)  So, du denkst es ist zu spät, aha!
Und du meinst, dass nichts mehr geht, aha.
Und die Sonne wandert schnell, aha.
After all it´s set and done
It was right for you to run!
https://www.letras.com/trio/128136/
(2) Dadaismus
Dadaismus - der Philosoph Wolfram Eilenberger, der über die philosophische Rolle des Narren und des Unsinns doktorierte, und der Schriftsteller Raoul Schrott, der schon in sumerischen Liebesgedichten nach Lautmalereien suchte, ergründen im Gespräch mit Stephan Klapproth, was Dada der Welt und ihnen gebracht hat.
http://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/dadaismus-vom-sinn-des-unsinns
(3) Sensorische und kognitive Synästhesie:
Bei der sensorischen Synästhesie kommt es durch Stimulation eines Sinnes zu unwillkürlichen und gleichzeitigen synästhetischen Empfindungen in anderen Sinnessystemen. Beispielsweise kann der Klang eines Musikinstrumentes zu Farbwahrnehmungen führen. Bei der kognitiven Synästhesie erhalten Gruppen von Dingen (zum Beispiel Zahlen oder Buchstaben) sensorische Zuordnungen, wie Geruch und Geschmack. So werden beispielsweise Buchstaben als Farben wahrgenommen: der Buchstabe A = pink, der Buchstabe B = blau oder der Buchstabe C = grün.
https://de.wikipedia.org/wiki/Syn%C3%A4sthesie
(4) Raoul Schrott: Die Kunst an nichts zu glauben.
Gedichte. Carl Hanser Verlag, München 2015, ISBN 978-3-446-24965-3.
https://de.wikipedia.org/wiki/Raoul_Schrott
(5) Was Dadaisten einst entwickelten...
Was Dadaisten einst entwickelten - Performance, Happening oder Poetry Slam - ist heute zur Pose, zum Plakativen geworden (das bedauert der Dada-Experte Raoul Schrott):
http://www.deutschlandradiokultur.de/raoul-schrott-ueber-dada-heutiger-kunst-fehlt-die.1008.de.html?dram:article_id=344683&utm_source=Volltext&utm_campaign=9f86a1b04f-Volltext_Newsletter_5_2_2016&utm_medium=email&utm_term=0_eaf108699b-9f86a1b04f-328882841
(6) Es war der 14. Februar 1916.
Ball und seine Mitwirkenden des Cabaret Voltaire trugen in einem gutbürgerlichen Zunfthaus in der Spiegelgasse die Kultur Europas zu Grabe: durcheinander pfeifend, singend, rezitierend wurde der Dadaismus geboren - jene Kunstbewegung, die alles auf den Kopf stellte.
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wz_reflexionen/vermessungen/799475_Karneval-der-Kuenste.html
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#Dadaismus     #Sprache    #Synästhesie   #Psychotherapie  

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