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Sonntag, 28. Juli 2013

Tarnkappe überziehen oder zittern?

Ohne Ausweg?
Starres oder nach einer langen Geschichte erstarrtes Denken?

1. Mystik, die Furcht vor dem Teufel und die Läuterung

“Oh tu illustrata de divina claritate,
clara Jungfrau Maria...“
Dieser Gesang der Hildegard von Bingen brachte früher Klärung, Trost und Wohlgefühl. Wegen seiner Wirkung lässt er sich als eine mystische Form von Musikosophia bezeichnen (1 – 15).

Der Text „...de suggestione diaboli…“ entspricht nicht gänzlich unserer aufgeklärten Zeit. Es klingen bei Hildegard Töne von durchgemachter Läuterung an und von teuflischen Suggestionen.

In manchen und vorwiegend christlichen Kreisen galt der Frosch als mit dem Teufel verbündet.

Andererseits war der Frosch als Evolutionsgewinner wegen seiner Metamorphose-Künste geachtet. Vor einer Geburt sollte sogar das Tragen eines Froschamulettes eine Missgeburt verhindern.

Der bescheidene Frosch Leonardo Modestus
Foto: Dr. Anne Zehentbauer  Creative Commons Lizenzvertraghttp://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ 






Unwissenheit und die Furcht vor der ungewissen Zukunft führten zu schrecklichen Denkkonstrukten.

2. Ängstigender Umgang mit der künstlichen Intelligenz nach der digitalen Revolution

Und heute? Jetzt im digitalen Zeitalter besteht eher Furcht vor der Unberechenbarkeit der künstlichen Intelligenz als vor Teufelswerk in Gestalt eines Frosches.

In jedem Zeitalter ängstigt Ungewissheit und deshalb tauchen immer wieder Wünsche nach Metamorphose  und Erleuchtung für das Gute auf.

Unwissenheit ist zu jeder Zeit zum Fürchten. Auf diese Art betrachtet, ist der lobpreisende Gesang an eine weise, erleuchtete Frau zwar nicht zeitgemäß aber wiederum allzeit verständlich:

"Oh tu illustrata de divina claritate,
clara Jungfrau Maria,
verbo dei infusa,
unde venter tuus floruit
de introitu Spiritus dei,
qui in te sufflavit,
et in te exsuxit,
quod Eva abstulit
in abscisione puritatis
pro contractam contagionem
de suggestione diaboli.
Tu mirabiliter abscondisti in te immaculatam carnem pro divinam rationem, cum Filius dei in ventre tuo floruit, sancta divinitate eum educente contra carnis iura, que construxit Eva, integritati copulatum in divinis visceribus."

3. Und die Lösung?

„Fürchtet euch nicht!"
Offenheit bringt Segen!
Wirklich?
Das war nicht immer so.

Offenheit zu üben, gibt Lebenssinn. Experimente erweisen sich in dieser Hinsicht häufig als gefährlich, aber dessen ungeachtet brauchen wir sie.
Sehr lehrreich und heftig und von Metamorphosen gesäumt ist diese nackte, experimentier- und kommunikationsfreudige Lebensart.

4. Offene Kommunikation und den Feind umarmen
Offene Kommunikation wirkt gewissermaßen als Antidot gegen heraufziehende Nebelschleier von Überwachung (16) und hält gleichzeitig den Geist und das Gefühlsleben auf Trab.

Trab ist übrigens - physiotherapeutisch gesehen - eine mittelschnelle Gangart, die fit hält. An der Schnelligkeit des Gehens erkennen Sie, wie jung sich jemand hält. Es existieren Studien mit sehr positiven Ergebnissen bezüglich Gehtempo und dem Zusammenhang mit Langlebigkeit.

Habe ich Sie jetzt zum schnellen Gehen motiviert? Sie sollten also vielleicht in Zukunft während des Gehens wie ein Peripathetiker mit ihren Freunden und Feinden diskutieren. Gelegentlich, wenn Ihnen nichts mehr einfällt, dann schlagen Sie, während Sie in mittelschnellem Laufschritt sind, bei Wikipedia nach. So helfen Sie dem Körper und dem Geist gleichzeitig auf die Sprünge. Falls Sie gerade meine Ratschläge beherzigen, so klicken Sie doch schnell mal den folgenden Link zum Überwachungsthema an.

Psychodynamisch betrachtet wäre diese kommunikative Vorgehensweise einem Umarmen oder Umgarnen des Feindes mittels Gesprächen gleichzusetzen. Mit Umarmung lässt sich gegen jeden Feind und jede Krebszelle vorgehen. Klären und nicht entsorgen!

Ohne friedvolle Beruhigung, also bei gewaltsamen Vorgehensweisen, wachsen stressbedingt ganz schnell neue Übeltäter nach.
Nur begrenzt vergleichbar ist das metamorphotisch wirkende Umarmungsresultat mit dem der Umwandlung eines Frosches zum König.
Im Märchen half das Küssen, was weniger empfehlenswert ist. Warum dieser Frosch auf die Küsserei hereinfiel? Die Prinzessin hatte ihn doch zuvor gegen die Wand gefeuert??? Wahrscheinlich schwanden dem Frosch für immer die Sinne.

5. Tarnkappe überziehen oder zittern?

Ein Leben im Miteinander praktizieren ist schwer und klingt so einfach. Dahinter steckt ein lebenslanger Lernprozess. Sie werden dabei durch das Feuer des Schicksals gehen.

Wegen ihrer Offenheit starben in der Vergangenheit viele Menschen. Sich zu verstecken oder zu flüchten war auch keine gute Lösung. So ein Verschwinden büßten die Zurückgebliebenen.

Nicht kommunizieren ist ein gefährliches Kommunizieren.
Einige Googler sind inzwischen schon nicht mehr bei Google plus anzutreffen. Hat diese Googler die Angst vor der Ungewissheit zum Zittern gebracht? Beim Fürchten weiß jeder, wovor er sich fürchtet, bei der Angst nicht. Angst, die große Unbekannte!

Das Unbekannte macht Angst?
Ja?
Dann bitte öffentlich zittern!
Unbekanntes bleibt sodann nicht länger unbekannt.


Lernen von Zitterspinnen? Sie zittern so heftig, dass sie damit den Fressfeind irritieren und für diesen - auch ohne Tarnkappe - unsichtbar werden.
Die Zitterspinnen Jakob und Maria
Foto: Dr. Anne Zehentbauer  Creative Commons Lizenzvertraghttp://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ 


Sie brauchen sich nicht in ein Schneckenhaus zurückzuziehen. 


Schnecke Ulrike beim Rasenmähen
Foto: Dr. Anne Zehentbauer  Creative Commons Lizenzvertraghttp://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ 
Petronius ging einen anderen Weg. Er äußerte sich zu Neros Zeiten sehr offen und sogar häufig mit äußerst lockeren Sprüchen.
Diese Unbekümmertheit brachte ihm den Ruf der Aufrichtigkeit ein.
Dafür lebte und starb Petronius.
Einer seiner Sprüche lautete:
Qui fuit rana,
nunc est rex.“
(Petronius)

Welcher Frosch in welche Richtung in unserer Gesellschaft quakt und was daraus entsteht, das geht auf unsere Rechnung.
Wenn wir einen flexiblen und experimentierfreudigen Lebensstil pflegen, sind wir Evolutionsgewinner wie der Frosch mit seinen Metamorphose-Künsten.

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Inhalt:
1. Mystik, die Furcht vor dem Teufel und die Läuterung
2. Ängstigender Umgang mit der künstlichen Intelligenz nach der digitalen Revolution
3. Und die Lösung?
4. Offene Kommunikation und den Feind umarmen.
5.Tarnkappe überziehen oder zittern?


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Quellen:
(2) Heilgesänge von Hildegard von Bingen
(3) Musikosophia zur neuronalen Aktivierung aller Sinne
George Balan, der 83-jährige rumänische Musikwissenschaftler, ist der Gründer der Musicosophia-Methode.
Mit körperlicher Bewegung  spürt man der musikalischen Botschaft
(4) Musikosophia / Musik und die körperliche Umsetzung regen die persönliche Entwicklung an und Heilungsvorgänge.
Musikosophia ist darauf spezialisiert und
fun can change behaviour.
Musikosophia als ein Weg der persönlichen Achtsamkeit für jedes Lebensalter.
(5) One moment-Mediation
(6) Gespräche sind Gesänge
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Quellen zu Traum quo vadis?
"Nach Erasistratos(4) gab es ein Lebenspneuma im Herzen und ein psychisches Pneuma im Gehirn."
(7) Au bout de la route: Le réve:
(8) Stress in kleinen Dosen und der Psyche-Wolkenkratzer Atman
(9) Atemseele
(9) http://de.wikipedia.org/wiki/Atemseele
(10) Pneuma / Erasistratos: Pneuma im Herzen und im Gehirn:
(11) Sehnsucht nach Schönen, dann auf zur Tuertier:
(12) Musikosophia
(13) Journalismus als Markenzeichen
(14) Rumi (video)
(14) Rumi - Out beyond ideas...there is a field...
(15) Ainda pulsa
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Quelle zur Überwachung:
(16) Überwachung
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