Follower

Dienstag, 28. Mai 2013

Die Lösung liegt verborgen im Verworrenen

Wissen zu teilen, führt zu fragwürdiger Macht?
Klarheit zu teilen, bringt Mehrwert und Kraft?
Wie wirklich bin ich wirklich?
Die Lösung liegt verborgen im Verworrenen.
"Wenn die Lösung das Problem ist."
 (Paul Watzlawick) 

Liebe LeserInnen,
solche Texte interessieren Sie nicht. Ich weiß. Lesen Sie den Text erst gar nicht.
Diese Aussage ist selbstverständlich eine pure paradoxe Intervention.
Sagen Sie nie zu Ihrer Tochter „lasse dich bloß nicht mit diesem Mann ein!“ Die Tochter wird es gerade deshalb tun.

Zurück zum Eingangsthema, das da lautete:
’Lesen Sie bitte diesen Text erst gar nicht’ oder doch?

Es geht um ungesunden Menschenverstand, um Klarheit und um Empathie. Lösungen werden Sie suchen, Menschen sollen Sie zum Teilen von Informationen und zum Austausch von Wissenserfahrung bewegen. Hoffentlich werden Sie nicht vom Geistwind verweht und finden sich am Ende in einer Community von singenden Tadelüt-Geistern wieder: tadelüt, tätüdelüt“

Sorgt der gesunde Menschenverstand - das Ratioide - (Musil, Link 3, 5, 6)  für Probleme?

Machen fremd- und selbstauferlegte Einschränkung die Erkenntnis und die Lösung eines Problems unmöglich?
Lösungen sind häufig unvernünftig und widersprechen den vermeintlich vorgegebenen Regeln und dem gesunden Menschenverstand.
Also! Finden sie eine unvernünftige Lösung, die bringt Sie zum Erfolg! Das schaffen Sie bestimmt. Suchen Sie sich einen Rahmen für Ihre Entscheidungen und Sie finden eine Möglichkeit der Wahl.
Wählen Sie die richtige Eintrittskarte für Ihr Leben. Wahrscheinlich erhalten Sie nur eine Eintrittskarte. Nützen Sie diese. Für das Theater können Sie mehrere Theaterkarten erhalten. Im Theater macht es weniger aus, wenn Sie zu spät kommen.

Ideen brauchen Sie für Ihr Lebenstheater.
Dem Verteidiger von Margarete Maultaschs (2) Burg Hochosterwitz (4) kam die Idee - kurz vor dem Verhungern während einer Belagerung -, den letzten Stier zu schlachten. Den Stier warfen die halbverhungerten Belagerten mit dem in den Stierbauch gefüllten verbliebenen Roggen über die Burgmauer den Feinden zu. Resigniert zogen die Feinde ab. Sie dachten, dort oben gäbe es noch Nahrungsmittel im Überfluss. Oft liegt die Lösung im Verworrenen, in der Verzweiflung oder im Humor.

Liebe LeserInnen, den Humor haben Sie wahrscheinlich schon mit der Muttermilch aufgenommen.
Ja?
C'est formidable!

Nicht stur an früheren Lösungsmöglichkeiten festhalten!
Mensch und Tier halten zu sehr an dem fest, was sich irgendwann einmal als adäquat bewiesen hat.
Krieger-Ameisen marschieren und marschieren.
Aus den Interaktionen dieser Tausenden von winzigen, sich an Geruchsempfindungen orientierenden Gehirnen ergibt sich ein Verhalten, das den Eindruck einer höheren Intelligenz erweckt!
Aber wehe, wenn die Krieger-Ameisen stur am Verhaltensmuster festhalten und die Anführer plötzlich von vorne nach hinten wechseln, dann marschieren sich die Krieger im Kreis zu Tode. (Paul Watzlawick, Link 11)

Das lässt sich vergleichen mit einem angeblich gesunden Menschenverstand und den grauenhaften Folgen dieses geglaubten oder zu Glauben gemussten, gesunden Volksempfindens.(11)

Im Jetzt und im Netz  verödet und langweilt sich mancher Mensch zu Tode. Bore-out ist ein Modewort dafür. Melancholie wäre ein besseres Ausdruck. Das Beschwerdebild manifestiert sich verbal in kurzen Äußerungen wie „keine Ahnung!“ oder „weiß nicht!“

Ja und das Netzempfinden?
Ich bin mir nicht immer sicher, was bei Social Media-Arbeit wirklich Arbeit ist und wann ich arbeite und welcher Fisch mich in meinem Netz-Leben zu was für einer Empfindung bewegt oder wie in einer bestimmten Themen-Richtung unterstützt und wo vorwärts bringt.

Wie wirklich bin ich wirklich im Netz?
Bin ich formidable?
Klein und schmächtig, nicht nur von der Statur her, verstricke ich mich in meinem selbstgestrickten Netz.

Hier ein Foto von der wunderbaren Molchvermehrung. Sie sehen Kaulquappen und junge Teichmolchquappen.(8) Das Foto bekam ich von Rainer Wiesend. Vielen Dank.


Die Molchquappen haben einen fischähnlicheren Körper als die zahlreichen Froschquappen
(Foto: Rainer Wiesend)Creative Commons Lizenzvertrag
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/
  
  
Die Molchquappen haben einen fischähnlicheren Körper als die zahlreichen Froschquappen.

Ich nehme an, die Molchquappen sind auf der Suche nach einem sicheren Platz.

Reiher, Störche, Hühnervögel, Fische, andere Amphibien - beispielsweise größere Kamm-Molche - sowie  Großlibellenlarven und andere Wasserinsekten haben die armen Teichmolche zum Fressen gern. Das Leben der Teichmolche ist deshalb kurz. 

Zum Fressen gern? Mir kam der Gedanke, dass Online-Molche ebenfalls sehr gefährdet sind. Jugendliche Onliner bemerken nicht rechtzeitig, was es mit dieser Liebe bis hin zum Auffressen im Web 2.0 auf sich hat. Geraten sie nicht  in ein besorgniserregend böses, gieriges, denkfaules und süchtig machendes Netz, ursprünglich geknüpft aus dem Wunsch nach Selbstbestätigung? Bei letzteren, als Hikikomori (7) Bezeichneten,  handelt es sich vorwiegend um männliche Artgenossen.
Manchmal bedürfte es lediglich des frühzeitigen Herausfischens aus dem Online-Netz, bevor ein Reiher naht oder ein Storch einen Unerfahrenen in sein Nest zieht.

Abschalten und mehr Sauerstoff wäre angesagt. Das Leben im Netz als spielsüchtiger und like-süchtiger Hikikomori oder als junge Molchquappe ist nicht immer einfach. Der Schulsport fällt aus. Es bedarf dringend des fließend kalten und klaren Wassers um Gefahren unvernebelt zu sehen.

Zum Trost: Kompetenz und Klarheit für ein System und jeden Online-Regelkreislauf lassen sich entwickeln.

Wissen hält wachsam, schützt und lässt Vorsicht walten.
Wenn Sie diese und andere Informationen über ein Blogpost vermitteln wollen oder in einem Ichkurs, dann benötigen sie virale Effekte. Wissenserfahrung lässt sich gut gemeinsam mit Onlinern oder anderen Ichkurs-Teilnehmern austauschen und anreichern. Wissen muss dem Zeitgeist entsprechend wachsen und sich verbreiten.

Sie können einem Teilnehmer ein Stöckchen zuwerfen, damit er zu diesem Thema ebenfalls schreibt. Sie können dann gemeinsam mit verschieden Themen oder Stöckchen spielen.

Das wäre schön, wenn jemand mit Ihnen spielt?
Mein Hund meint manchmal: „Hole dir dein Stöckchen selber.“
Was? Geht Ihnen das gelegentlich mit Bloggern so, wenn Sie diese zum Bloggen einladen.

Ach, ich war es, die nicht bloggte?
Entschuldigen Sie, jetzt hole ich das gerade nach, wenn auch verspätet und nicht zum gewünschten Thema.

Ich schreibe  jetzt hier schnell einige Gedanken auf zu einer wegen meiner Beschäftigung  mit mehreren Online-Kursen wohl noch lange nicht fertig werdenden Einsendeaufgabe für einen Fernkurs. 

Wenn Sie mir keine Ratschläge sondern nur Likes geben, wird diese Einsendeaufgabe nie fertig. Strengen Sie sich bitte für mich an!

"Mein Bedürfnis wäre, dass Sie mir helfen.“
Das wäre zumindest die richtige Formulierung für eine erfolgreiche Kommunikation mit Ihnen, denn Sie haben dann die Möglichkeit „ja“ oder „nein“ zu sagen. Solche praktikablen Skills für erfolgreiche Kommunikation lernen Sie im Ichkurs. Sie werden dort ein Voluntarist (9), also ein Woller. Ob ich von Ihnen bekomme, was ich will? Das würde mich jetzt schon sehr interessieren.

Nun zur Einsendeaufgabe. Sie lautet:
- Wie bringe ich Blogger zum Bloggen?
- Wie bringe ich Teilnehmer des Ichkurses zum Schreiben?

Ein Social Media-Manager kann davon ein Lied singen, ich hingegen bin im Stimmbruch.  

Tippen schafft Wissensvermehrung und Selbstentfaltung. So etwas könnte männliche Blogger reizen (12).
Frauen ließen sich weniger hiermit motivieren. Eine Frau, die zuviel weiß, wird gemieden, las ich neulich. Sie ist und bleibt ein mit Geisterhand zaubernder heimlicher Alleskönner.  

Kommentare und Blogs sollten in einem Viel-BloggerInnen-Buch mit by name-Lizenz veröffentlicht werden. Das könnte Blogger mit Bedürfnis nach Selbstdarstellung locken. Es ist aber nicht gerade der letzte Schrei.

Geld zieht eher an. Den Erlös teilen wir unter den beteiligten Bloggern auf und meinen Anteil erhält ein Non Profit-Unternehmen für mutige Kinder, die aus ihrem Leben etwas machen wollen und nicht nur im Internet herumspielen.

Nehmen Sie am Ichkurs teil, schreiben Sie zu wirklich jedem Thema eigene Erfahrungen. DECEMA, die Parzin, orakelt wieder einmal:
„Vielleicht wird  so ein Schreiber als Belohnung für seine Aktivitäten während der Dauer des Ichkurses alle Vorzüge einer Teilnahme als Promi im Ichforum genießen und darf „Gefährliche Liebschaften“ genießen.
DECEMA, was tönst du da?
DECEMA, das ist eine Verwechslung. Es gibt eine Verlosung für ein Jahres-Abo für das Theater am Kurfürstendamm im Wert von über 150 €! Voraussetzung: Eine Kritik über "Gefährliche Liebschaften" schreiben, aber nicht zum Ichkurs. (10)  

Bei Google plus schrieb Alexander Volmer und herzlichen Dank hierfür:
„Es gibt verschiedene Motivationen für einen Blogger:
- bin stolz auf mein Wissen und will es allen kund tun,
- bin verärgert und will mir Luft machen und möglichst viele zum Mitärgern gewinnen,
- bin sicher, dass das Thema kontrovers genug ist, um genug Leute zum Lesen zu bringen und eventuell auf die Werbelinks zu klicken und Income zu generieren,
- bin Sklave meines Blogs und muss den Takt neuer Beiträge stabil halten,
- bin ein Luftgeist und tadelüt, tätüdelüt schreibe, wenn mir der Geistwind leuchtet.
Jetzt gilt es herauszufinden, welchen Bloggertypus man interessieren könnte und dann entsprechende Blogger ansprechen.“

Das gefällt mir. Ich sah vor allem, dass viele zu einem Thema für das eigene Marketing bloggen, zum Beispiel für ein Therapie-Zentrum oder ein Bildungszentrum oder eine Zeitung.

Vielleicht gibt es beim Bloggen für MOOCs (massive open online courses) oder den Ichkurs einen Ring aus Freunden und Kollegen, die während der Arbeitszeit bloggen dürfen, weil bestimmte Themen die Firma in Bezug auf  das Wir-Gefühl für deren Marke bereichern und neue Follower zur Fangemeinde gelangen.

Bereichert oder nicht, es tanzen einige nicht an einem Unternehmen oder an einer Marke interessierte,  unbezahlt begeisterte Schreibende - wie ich -  hin und wieder wie Gespenster in Blogposts herum. Keiner nimmt sie wahr. Sie finden sich wahrscheinlich selbst nicht, wenn nicht gerade
 - tadelüt, tätüdelüt - ein Geistwind weht. Spüren Sie ihn?

Bis zum nächsten Mal und bleiben Sie mir gesund.

Herzliche Grüße
Anna

PS: Diesen Beitrag gebe ich als 'Stöckchen'  an die SOMM-Blogparade zum Thema 'Faszination Social Media' weiter. 
Ich versuchte zusammen mit der orakelnden Parzin DECEMA, nicht ganz ernsthaft, die Welt und die Netze zu entwirren oder zu verwirren. Ziemlich freie Interpretationen der Gedanken von Paul Watzlawick entwickelten sich daraus, um im Netz glücklich oder unglücklich zu sein. .
Was bedeutet also Social Media teils kritisch und teils nicht ganz ernst betrachtet? Social Media beinhaltet nicht nur Faszination - Freiheit – Wissen –  Mehrwert –  Aktualität – vertrauensvolle Gemeinschaft sondern auch Kränkung, Unsicherheit,  - also gefressen zu werden, wie die jungen Molchquappen auf dem obigen Foto. 
Es geht um die Tätigkeit im Netz. Es geht darum, Kommunikation zu bewirken, jemanden als zukünftiger Social Media Manager zum Zuwerfen von Stöckchen zu bringen und für eine Marke, evtl. auch für einen Kurs (Fernkurs oder Onlinkurs / MOOC / Ichkurs),  Aufmerksamkeit zu erwecken.
Besonders liegt mir die wissenschaftliche Zusammenarbeit in einem offenen Netzwerk und der kommunikative Austausch mit Patienten, Medizinern, Biologen, Pädagogen, Psychotherapeuten, Psychologen, Philosophen, Systemtheoretikern und Kybernetikern und und und am Herzen und der Kampf gegen Krebs und Immunkrankheiten.  
Das Ganze einfach einmal psychoanalytisch  betrachten!
Es geht um Social Media und um Kurse im Netz - und im Augenblick - äußerst aktuell im Web 2.0 - um den Ichkurs für die persönliche Weiterentwicklung / -Bildung. 

 Creative Commons Lizenzvertrag
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

(1) Aktives Zuhören / Kommunikation
(2) Margarete Maultasch 
(3) Das Suchen macht das Finden unmöglich, laut Paul Watzlawick. Er versucht eine Erklärung anhand von Musils Fliegerpfeil. Watzlawick erklärt den Versuch, das Glück herzustellen, als Weg ins Unglück. Der Mensch weiß nicht, dass er glücklich ist. 
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegerpfeil
(4) Burg Hochosterwitz und Margarete von Maultasch
(5) Musil
(6) Musil und die Auseinandersetzung mit seinen Zeichen und dem'Ratioiden': War es die Amsel oder der Fliegerpfeil?
(6) http://www.grin.com/de/e-book/126092/robert-musil-die-amsel
(7) Hikikomori
(8) Teichmolch
(9) Rat eines Voluntaristen: Gespräch mit dem Chef
(10) Livekritik zu „Gefährliche Liebschaften“
(11) Wenn die Lösung das Problem wird / Paul Watzlawick / Wissen zu teilen führt zu fragwürdiger Macht?
_______

#MOOC #Ichkurs
 #SoMM  #Social Media #Social Media Manager 
 #Friedemann Schulz von Thun #Paul Watzlawick
 #Krieger-Ameisen #Molchquappen