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Sonntag, 26. Mai 2013

Kunst, wenn sie Emotionen erweckt, schafft Gemeinsinn. "Hinaus mit der Kunst auch auf das platte Land." (Max Bram, Städtische Galerie, Rosenheim)

Kunst und Kommunikation gestern und heute

"Hinaus mit der Kunst auch auf das platte Land!" 





"Hinaus mit der Kunst auch auf das platte Land."
(Max Bram und seine Sammlerträume, Link 3)


Gemäldesammlung von Max Bram in der Städtischen Galerie Rosenheim

M a x   B r a m  stiftete seine Gemäldesammlung der Stadt Rosenheim im Jahre 1904 (Link 5).

Max B r a m machte den Bau der S t ä d t i s c h e n G a l e r i e in Rosenheim zur Auflage für die Schenkung  (Werke von Defregger, Schleich, Stuck Wopfner...) 

Am 29. August 1937 wurde das von Professor Bestelmeyer geschaffene Gebäude am heutigen Max-Bram-Platz eröffnet. Zuvor befand sich die Kunstsammlung in der säkularisierten Michaelskirche in München.  

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Für den Lehrer, Max Bram (3), war die Kunst und die Kommunikation über Kunst mit den Künstlern ein Werkzeug für ein erfülltes Leben in einer Zeit des Umbruchs. Seine Gemäldesammlung befindet sich in der Städtischen Galerie Rosenheim.
Kunst als Schulung für das Leben. Das war wohl mit Max Brams  Ausspruch gemeint: "Hinaus mit der Kunst auch auf das platte Land." 

Kunst trägt den Zauber einer besonderen kommunikativen Sprache in sich,  sowie von Farbe, Form, Geruch und gefühltem Inhalt. Kunst  ist - aktiv und passiv angewandt - das Rezept für inneres Wachstum und trägt zur Klarheit bei.  

Ob Max Brams Anliegen, Begeisterung bei Jugendlichen für die Kunst zu wecken, heutzutage brach liegt? Zu viel an  like und plus im Web 2.0? Schwächelt die Menschheit dahin? 

Mehr junge Menschen würde ich gerne in der Städtischen Galerie in Rosenheim sehen.  

Kunst bewirkt ein waches Lebensgefühl.

Kunst ist ein Lebenselexier.

Kunst kommuniziert auf der Sach-, Appell-, Beziehungs- und Selbstdarstellungsebene. Dieses Modell der vier Kommunikationsebenen entwickelte Friedemann Schulz von Thun (4).

Emotionen durchziehen alle Kommunikationsebenen der Kunst.

Emotionen sind Antrieb und Ausdruck beim lebhaften künstlerischen Prozess. 

Ohne emotionale Regung und  Zuwendung stirbt der Mensch an seelischer Deprivation. 

Folgen psychischer Entbehrung kennen wir seit den Zeiten

von Kaiser Friedrich dem II. Siehe hierzu auch den Berich

aus dem 13. Jahrhundert von Salimbene von Parma, Link 7.) 

Mit welchen Werkzeugen arbeitet nun Kunst?  

Farbe lässt sich fühlen und erahnen. Grün für die Natur. Grün und Gelb, die Farben der brasilianischen Flagge. Dann wieder glitzernde, dominante Oberflächen. Farbe als Ausdruck von und Appell an die Lebensfreude. So ungefähr beschreibt der brasilianische Designer Fernando Campano (1, S. 276) seine Eindrücke. 


Luisa Hutton und Matthias Sauerbruch versuchen intuitiv mit der Farbpalette umzugehen. Sie probieren Farbzusammenstellungen systematisch aus. Dabei wollen sie sich von den Emotionen lösen. (Link 1, S. 280). Wie wollen sie das schaffen?  Wo kriechen Beziehungsebene  und Selbstdarstellungebene durch eine Hintertüre wieder herein?

Rupprecht Geiger hingegen, der Maler der Monochromie, läutet   mit geometrischen Gesten von Rechteck, Quadrat, Kreis die Sachebene ein. Gleichzeitig lässt er mit alarmierend aufleuchtenden Farben Ahnung und vielleicht Erleuchtung entstehen. (Link 1, S. 287)  

Und wie sieht es im digitalen Zeitalter mit der Kunstszene im Web 2.0 aus? 
Sind in einer Online-Community von Kunstbegeisterten  

Bewusstsein, Wahrnehmen, Vorstellen und schließlich
Denken und Begreifen von Kunst noch an das menschliche 
Gehirn gebunden  oder handelt es sich um 

'Systeme von Denkfolgen',

die gesetzmäßig ablaufen?  So oder so ähnlich würde wohl die Frage eines Systemtheoretikers lauten (6), wenn da nicht die Gefühle wären.


Systeme sind autopoietisch und entwickeln sich aus sich 



selbst heraus (6). Das bedeutet, dass eine Schwarmintelligenz aus

Kunstschaffenden und Kunstbegeisterten (8) weitreichende und 

vielleicht überraschend anders geartete, kollektive und kreative 



Prozesse in der Kunstszene bewirken kann. Das wäre ein



Weg und eine Entwicklung heraus aus dem Künstler-



Egotunnel (5) und hinein in eine Szene in der das Ganze mehr ist 

als seine Teile. 







Communitys und Kunst streben nach einer bestimmten, 


unbewussten inneren Ordnung. 


Die oftmals oder immer aufgesetzte binäre Brille von 

Gutem und Bösem (2) - auch in der Kunstszene -  und  mit 

der anscheinend gesetzmäßig, nicht nur an Stammtischen, 

die Welt betrachtet wird, könnte sogar bei 

Problemlösungen hilfreich sein. Die Flut an für unpassend 

empfundenem Input (2) wäre leichter und schneller zu 

entsorgen. Es entstünde mehr Zeit für das Kreative.   




Wohin würde sich so eine aus Künstlern und  

Kunstschaffenden bestehende Community (3) 

entwickeln?



Wie rasch und punktgenau würde die Kunstszene auf 




aktuelle Ereignis reagieren?




Auch Kunst und  Kunst-Therapie könnten im Web 2.0 

fusionieren und Kunstformen zum Ausdruck bringen, die zu 
bewerkstelligen, nur im Zusammenspiel vereinter Kräfte möglich sind. In der Kunstherapie wird die sinnliche Wahrnehmung geschult.
Wie bei jedem Künstler, suchen innere und äußere Bilder nach kreativem Ausdruck. 
Erstaunlich und befreiend wirken die dabei auftretenden psychosomatischen Wahrnehmungen von Weite und Wärme. Und was könnten Literaten, Wissenschaftler und Sie und ich, liebe LeserInnen, alles bewegen, wenn wir Kreativität und Wissen in der Gemeinschaft walten ließen? 

Probieren Sie es aus. Man könnte anschließend ins 
Schwärmen geraten bei soviel unsagbarem Begegnungen 
mit Schwarmintelligenzen bei Social Media und sonstwo.


Allein das, möglichst viele Netzschwärmer aus dem Ego-
Tunnel der Abkapselung oder des lediglichen Lurkens (ca.
90%) herauszubekommen, ist eine andere  und besonders 
langwierige Kunst-Art. Am ehesten würde ich derartige 
Befreiungsversuche den Social Media Managern
und Kommunikatoren zutrauen oder MOOC-Erfahrenen (8). 

Liebe LeserInnen, wenn Kunst Ihnen ein großes Anliegen ist,  

Sie Kunstschaffender sind oder einfach etwas in der 

Kunstszene bewegen wollen, dann können Sie auch  einen 

Ichkurs-MOOC (4) für bessere Kommunikationsstrategien, 

gegen falsche Glaubenssätze und für freie Denkentwürfe

besuchen. Vielleicht gibt Ihnen die praktische 

Auseinandersetzung mit sich selbst einen neuen und 

gewaltigen Kreativitätsschub. Dort treffen Sie mich als 

Ichkurs-Teilnehmer wieder, denn Kunst und Psychoanalyse sind ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens.

Ob der Lehrer, Max Bram, es heute schaffen würde, Bewegung und Gemeinsinn in die Kunstszene zu bringen? 


Immerhin, damalige Künstler  - darunter manch armer 

Schlucker - öffneten sich zusammen mit ihm der 

Münchener Kunst-Szene und dem  


"Hinaus mit der Kunst

auch auf das platte Land."


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Liebe LeserInnen, hier noch ein Nachtrag zum Beitrag bzw.



zum Foto zu 'Kunst auf das platte Land'. Sie meinen es 


handle sich um ein Foto zu teuren Paul Green-Schuhen für 


Plattfüße.  


Wirklich? Meinen Sie?

Bald hätte ich Greenpeace-Schuhe geschrieben. So eine


Marke gefiele mir weitaus besser. 


Immerhin, es freut mich sehr und überrascht mich noch 


mehr, dass Ihnen mein Foto gefällt und Sie dafür überall 


auf Plus oder Like  klicken. Ich bin noch - also hoffentlich


nicht mehr lange - ein Un-Fotograf. Ich fotografiere nämlich 


erst seit kurzer Zeit, wenn es nötig ist, d. h. wenn ich Fotos 


für meine Texte benötige. Natürlich entstehen die Fotos mit 



meinem Billig-Smartphone, das ich bei Tchibo mit günstiger 

Internet-Flatrate ergatterte. 


Wegen meiner teuren Schuhe konnte ich mir lediglich dieses 


Tchibo-Samsung-Smartphone-Billig-Angebot leisten. 



Mit den teuren Paul-Green-Schuhen werde ich vielleicht 

einmal für Greenpeace laufen?

Soll ich?



Ob die bei mir anfragen? Und für Ärzte für die Dritte Welt 


rennen oder nur um gesund zu bleiben?



Für die Kunst laufe ich auf jeden Fall und bei der


Re:publica 2013 lief ich als Helferin mit diesen Schuhen.

Ach so! Deshalb kamen Ihnen meine Füße so bekannt vor? 



Liebe LeserInnen, ich freue mich darüber, wenn ich auch Sie bei DECEMA und auch sonst irgendwo näher kennen lernen darf. Mich und meine Plattfüße kennen Sie ja schon. Sind wir jetzt schon ein bisschen so etwas wie eine Community?   



Bitte laufen Sie viel. Das ist keine Kunst. 

Bleiben Sie mir gesund. 

Herzliche Grüße
Ihre
Anna 
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Creative Commons Lizenzvertrag
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/
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Quellen:
(1) Fernando und Humberto Campano
(1)  http://books.google.de/books?id=i44uYsWzziEC&pg=PA307&lpg=PA307&dq=Kunst+Markus+Zehentbauer&source=bl&ots=Hh01kjOhya&sig=vfJDGRdljE_3gROurpHNVGScrAk&hl=de&sa=X&ei=cFiiUeaAFKiM4gTr64G4DA&ved=0CFAQ6AEwBA#v=onepage&q=Kunst%20Markus%20Zehentbauer&f=false
(2) Kühnste Träume in den schlimmsten Farben in Berlin (SZ am 29. April 2013)
(2) http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-macht-kunst-in-berlin-armutszeugnis-aber-sexy-1.1661334-2
(3) Max Bram
(3) https://plus.google.com/111634746643816111742/posts/DjDeVFMp17p
(4) Friedemann Schulz von Thun ein Thema im Ichkurs
(4) http://ichkurs.de/kommunikation/quadrat/
(5) Max Bram, Ehrenbürger der Stadt Rosenheim / Stadtarchiv Rosenheim
(5) http://www.stadtarchiv.de/index.php?id=634
(6) Autopoesis
(6) http://de.wikipedia.org/wiki/Autopoiesis
(7) Kaiser Friedrich II / Seelische Deprivation
(7) http://de.wikipedia.org/wiki/Psychische_Deprivation
(8) MOOC Maker Course / Massive Open Online Course #MMC13 (deutscher MOOC 2013)
(8) http://howtomooc.org/